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Die Leistung der Berufskollegs ist in der Breite vielen nicht bekannt. Dabei sind sie Pioniere beim modernen Schulmanagement und stehen für Innovation.

Werkstattgespräch der FDP-Landtagsfraktion zur Zukunft der beruflichen Bildung
Spannende Debatte zur Zukunft der beruflichen Bildung beim Werkstattgespräch der FDP-Landtagsfraktion.

Düsseldorf. Die berufliche Bildung ist einer der Erfolgsfaktoren, mit denen Deutschland die letzte Wirtschaftskrise nahezu unbeschadet überstanden hat und prägend für das Bildungsland NRW. Dennoch ist diese Schulform in der öffentlichen Wahrnehmung viel zu wenig sichtbar. Zu Unrecht, meint die FDP-Landtagsfraktion NRW. Für die Freien Demokraten sind berufliche und akademische Bildung gleichwertig.

Die FDP-Landtagsfraktion hat deswegen zu einem Werkstattgespräch zum Thema „Berufskollegs stärken – Herausforderungen und Chancen“ eingeladen. Mehr als 70 Vertreterinnen und Vertreter der beruflichen Bildung aus ganz Nordrhein-Westfalen sind der Einladung gefolgt und haben sich zu Zukunftsfragen ausgetauscht.

Welche Rolle können die Berufskollegs künftig spielen? Welche Instrumente brauchen sie, um ein bedarfsgerechtes und zukunftsfähiges Bildungsangebot anbieten zu können? Wie können die Berufskollegs gestärkt und die Fachklassen erhalten bleiben? Wie kann der akute Personalbedarf gedeckt werden? Wie kann die Nachwuchsgewinnung im den kommenden Jahren funktionieren?



„Wir brauchen gute Perspektiven für Berufskollegs und die duale Berufsausbildung gegen den drohenden Fachkräftemangel.“
Ralf Witzel MdL


Unsere Berufskollegs in Nordrhein-Westfalen bieten viele verschiedene Bildungsgänge an, wie keine andere Schulform. „Jedes Berufskolleg ist einzigartig“, erklärt Martina Hannen, unsere Sprecherin für schulische Aus- und Weiterbildung. Diese Vielfalt gilt es in NRW zu nutzen. „Wir wollen beste Bildung auch mit bester beruflicher Bildung.“

Die Leistung der Berufskollegs ist zudem in der Breite vielen nicht bekannt. Dabei gilt zu beachten: „Berufskollegs sind in vielerlei Hinsicht Vorreiter“, betonte unser stellvertretender Fraktionsvorsitzender Ralf Witzel. „Sie sind Pioniere beim modernen Schulmanagement, Kreativität und im Umgang mit den gesellschaftlichen Realitäten.“

Aktuelle Herausforderungen wie Integration und Inklusion, vor denen derzeit alle Schulformen stehen, werden an den Berufskollegs bereits seit vielen Jahren gemeistert. „Inklusion und Integration sind an Berufskollegs selbstverständlich. Das ist eine bemerkenswerte Leistung“, erläutert Martina Hannen.

Georg Greshake, Schulleiter des BK West der Stadt Essen und Frau Dr. Sabine Behrenbeck, Leiterin des Bereiches Tertiäre Bildung des Wissenschaftsrates, gaben spannende Impulse für die anschließende Diskussion. Diese wurden in der anschließenden Diskussion durch Michael Suermann, Vorsitzender des Verbandes der Lehrerinnen und Lehrer an Berufskollegs in NRW, bereichert.

Georg Greshake lenkte seinen praxiserfahrenen Blick auf die konkreten Probleme vor Ort und verknüpfte dies mit unterschiedlichen Lösungsansätzen. Als dringlichstes Problem nannte er die Gewinnung von Lehrkräften, vor allem in den seltenden Orchideenfächern. „Die Berufskollegs brauchen die Chance, Bachelor- und Masterabsolventen als Lehrkräfte einzustellen“, sagte er. Um Problemen bei der Ausstattung der Berufskollegs zu begegnen, könnten Kooperationen von benachbarten Schulen bzw. Schulträgern Abhilfe schaffen.

Dr. Sabine Behrenbeck beleuchtete das Verhältnis von beruflicher und akademischer Bildung in ihrem Impulsvortrag. Dabei betonte sie die Wichtigkeit von durchlässigen Bildungspfaden. „Auszubildende sind deutlich unzufriedener als Studierende“, stellt sie fest und zeigt Ursachen und auch mögliche Lösungsansätze dazu auf. Es sei wichtig, Karriere und Entwicklungsoptionen in Ausbildungsberufen deutlicher herauszustellen. „Aufstieg durch Bildung muss sich auch auf berufliche Bildung beziehen“, forderte Frau Dr. Behrenbeck. Michael Suermann eröffnete dann die Diskussion. „Berufskollegs sind Chancenermöglichungsschulen“, sagt er. Im Weiteren griff er erneut die Problematik der mangelnden Lehrerversorgung auf. Dabei entstand eine lebhafte Diskussion über das Thema „Seiteneinsteiger“, die auch für Fragen von Seiten der Gäste geöffnet wurde.

Die teilnehmenden Gäste nahmen diese Chance gerne wahr und es entstand eine kontroverser und konstruktiver Austausch untereinander. Martina Hannen zog ein positives Fazit am Ende der Veranstaltung und bedankte sich herzlich für ein sehr gelungenes Werkstattgespräch.

Denn hier wurde deutlich, dass viele Beteiligte große Leidenschaft für diese besondere Schulform haben und bei Herausforderungen gerne mit anpacken sowie die großen Chancen nutzen möchten – für eine bessere berufliche Bildung in NRW.